{"id":235,"date":"2017-01-08T18:05:01","date_gmt":"2017-01-08T17:05:01","guid":{"rendered":"https:\/\/karinahermes.de\/?p=235"},"modified":"2017-01-11T12:44:41","modified_gmt":"2017-01-11T11:44:41","slug":"geruecht-mit-einer-prise-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.karinahermes.de\/index.php\/2017\/01\/08\/geruecht-mit-einer-prise-wahrheit\/","title":{"rendered":"Ger\u00fccht mit einer Prise Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p>Relativ hartn\u00e4ckig h\u00e4lt sich in rei\u00dferischen (meist englischsprachigen) Beitr\u00e4gen\u00a0 die Behauptung, dass es in Japan illegal sei, fettleibig zu sein. Das ist nat\u00fcrlich so nicht der Fall.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-236\" src=\"https:\/\/karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/fat-in-japan-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/fat-in-japan-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/fat-in-japan-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/fat-in-japan.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Japan ist eine Nation, in der sehr viel Wert auf Gesundheit und gesunde Ern\u00e4hrung gelegt wird. Der soziale Druck zum D\u00fcnnsein ist ziemlich hoch. Auf vielerlei Weise wird man mehr oder weniger liebevoll darauf aufmerksam gemacht, dass man wohl ein wenig zu viel Speck angesetzt habe (Erfahrungsbericht: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wwH3rA8Evow ). Dabei gibt es kaum \u00fcbergewichtige Menschen in Japan und nur 3,5 % der Bev\u00f6lkerung gilt als fettleibig.<\/p>\n<p>Getrost l\u00e4sst sich also sagen, dass Fettleibigkeit eines der geringen Probleme der japanischen Bev\u00f6lkerung ist. Dennoch gibt es seit 2008 ein umstrittenes Gesetz, dass alle Menschen zwischen 40 und 74 Jahren dazu aufruft, sich einmal j\u00e4hrlich vermessen zu lassen. F\u00fcr M\u00e4nner gilt ein Wert von bis zu etwa 85 cm und Frauen bis zu 90 cm als normaler Taillenumfang. Liegen sie dar\u00fcber, gibt es erstmal keine direkten Konsequenzen. Aber sie werden dann Ziel von Aufkl\u00e4rungskampagnen und Ern\u00e4hrungskursen, denn die einzelnen Gemeinden oder auch Firmen k\u00f6nnen von staatlicher Seite zur Verantwortung gezogen werden, wenn ein zu hoher Anteil der untersuchten Menschen als fettleibig gilt. Der soziale Druck, noch mehr auf die Figur zu achten, steigt somit weiter. Auch die tats\u00e4chliche Wirksamkeit des Gesetzes ist fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>http:\/\/www.nytimes.com\/2008\/06\/13\/world\/asia\/13fat.html<\/p>\n<p>Die einzige vern\u00fcnftige Reaktion ist meiner Meinung nach, diesen Unsinn einfach nicht mitzumachen und den Aufruf getrost zu ignorieren, wenn es denn m\u00f6glich ist. Manchmal geht die staatliche F\u00fcrsorge und der Wunsch im Gesundheitssystem zu sparen zu weit in die falsche Richtung.<\/p>\n<p>Auch als Austauschstudentin sollte ich zu Beginn meiner zwei Semester an der Uni einen Gesundheitscheck durchlaufen. Krankenversichert war ich nat\u00fcrlich so oder so. Und da ich keine Lust hatte, unbekannten Gesundheitsbeamten ohne Notwendigkeit \u00fcber die Regelm\u00e4\u00dfigkeit oder Unregelm\u00e4\u00dfigkeit meiner Menstruation aufzukl\u00e4ren, bin ich schlicht nicht hingegangen. Es schien mir als unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Einmischung in meine Privatangelegenheiten. Hab\u2019s \u00fcberlebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Relativ hartn\u00e4ckig h\u00e4lt sich in rei\u00dferischen (meist englischsprachigen) Beitr\u00e4gen\u00a0 die Behauptung, dass es in Japan illegal sei, fettleibig zu sein. Das ist nat\u00fcrlich so nicht der Fall. Japan ist eine Nation, in der sehr viel Wert auf Gesundheit und gesunde Ern\u00e4hrung gelegt wird. Der soziale Druck zum D\u00fcnnsein ist ziemlich hoch. 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