{"id":299,"date":"2017-09-26T20:29:41","date_gmt":"2017-09-26T18:29:41","guid":{"rendered":"https:\/\/karinahermes.de\/?p=299"},"modified":"2017-09-26T20:29:41","modified_gmt":"2017-09-26T18:29:41","slug":"japanreise-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.karinahermes.de\/index.php\/2017\/09\/26\/japanreise-2013\/","title":{"rendered":"Japanreise 2013"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Planung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Als meine Eltern mir vom anderen Ende der Welt aus erz\u00e4hlten, sie und mein Bruder w\u00fcrden mich gerne in Japan besuchen kommen, wusste ich kurz nicht, ob ich mich einfach freuen oder aber den pl\u00f6tzlich losgehenden Alarmglocken irgendwo in meinem Unterbewusstsein Beachtung schenken sollte. Klar, ich war jetzt schon l\u00e4nger als ein halbes Jahr von ihnen fort und sicher wollte ich sie auch gerne sehen. Aber ich hatte ein wenig die Bef\u00fcrchtung, dass meine lieben,\u00a0 bodenst\u00e4ndigen Eltern aus dem norddeutschen Tiefland sich in Japan nicht zurecht finden w\u00fcrden. Auf jeden Fall w\u00fcrde es eine Herausforderung f\u00fcr alle Beteiligten sein. Bei meinem Bruder machte ich mir naturgem\u00e4\u00df weniger Sorgen, war er doch selber grade aus S\u00fcdafrika zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Gedanke, dass ich meinen Bruder bei Vorbereitung und Durchf\u00fchrung des Besuchs als tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung zur Seite haben w\u00fcrde, beruhigte mich dann auch dahingehend, dass ich mich ehrlich \u00fcber diese Ank\u00fcndigung freuen und das flaue Gef\u00fchl im Magen ignorieren konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-300\" src=\"https:\/\/karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Osaka-Nightlife-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Osaka-Nightlife-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Osaka-Nightlife-683x1024.jpg 683w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Osaka-Nightlife.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>R\u00fcckblickend muss ich sagen, dass alle Beteiligten a) viel Mut, Geduld und Offenheit mitbrachten und b) wir die Planung derart gestaltet haben, dass W\u00fcnschen, spontanen Ideen und unvorhergesehnen Ereignissen genug Platz einger\u00e4umt wurde und somit die Reise eine sch\u00f6ne und interessante Erinnerung bleibt, die man gern immer wieder hervorholt. Punkt a) hat sicher viel mit Charaktereigenschaften zu tun. Doch Punkt b) ist eine M\u00f6glichkeit, sich auf einer Individualreise im Land der aufgehenden Sonne nicht vollst\u00e4ndig verloren vorzukommen. Als Inspiration m\u00f6chte ich hier einige Highlights erw\u00e4hnen und Tipps mitgeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie also reist man \u201eerfolgreich\u201c durch Japan?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Alle gr\u00f6\u00dferen Projekte haben es so an sich, dass sie einer mehr oder weniger gr\u00fcndlichen Vorbereitungs- und Planungsphase bed\u00fcrfen. Diese Aufgabe war \u00fcberwiegend uns Kindern \u00fcberlassen. Wichtige Fragen, die wir im Vorfeld kl\u00e4ren mussten:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Art der Reise (Individual\/Pauschal)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dauer der Reise (Tage\/Wochen)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kosten der Reise (Minimu\/Maximum)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ziele der Reise (feste Ziele\/spontane Ziele)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr uns war von vornherein klar, dass wir nicht irgendwelche Gruppenreisen wollten. Ich wurde als pers\u00f6nliche Reisef\u00fchrerin\/Dolmetscherin\/\u00dcbersetzerin\/Person mit interkulturellen Kompetenzen betrachtet, was das elendige Abklappern von Sightseeingspots in einer Touristengruppe \u00fcberfl\u00fcssig machen w\u00fcrde. Wir wollten m\u00f6glichst frei entscheiden k\u00f6nnen. Deshalb kam schon fr\u00fch die Idee auf, sich im Verlauf der Reise ein Auto zu mieten und mit diesem auf eigene Faust das Land zu erkunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da es in Japan viel zu sehen gibt, lohnt sich ein kurzer Aufenhalt eher weniger. Wir haben uns damals nur auf der Hauptinsel Honshu bewegt und selbst dabei unz\u00e4hlige Eindr\u00fccke mitgenommen und interessante Menschen getroffen. Sicher m\u00f6chte man viele Orte besichtigen, jedoch halte ich es f\u00fcr kontraproduktiv, in Japan von einem Tempel zum n\u00e4chsten zu hetzen. Es sollten schon mindestens 10 Tage sein, wenn man Japan bereist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber nat\u00fcrlich ist dies auch eine Frage der finanziellen Situation. Reisen nach Japan sind teuer. Zu ber\u00fccksichtigen sind hier unter anderem Flug, \u00dcbernachtungen, Essen, Eintrittsgelder, Fortbewegungsmittel, Leihgeb\u00fchr f\u00fcrs Smartphone \/ Internet usw.. Auf jeden Fall solltet ihr neben einer Kreditkarte auch gen\u00fcgend Yen dabeihaben, da Bargeld immer gern gesehen ist. Geldwechseln ist auch vor Ort m\u00f6glich, aber je nach Wechselkurs kann es besser sein, schon in Deutschland Geld einzutauschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Osaka und Kyoto<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Startpunkt unserer Reise war Osaka. Dort sammelte ich meine gejetlagten Familienmitglieder ein. Direkt am Flughafen liehen wir uns ein Smartphone f\u00fcr die Reise, um auch unterwegs immer ordentliches Internet zur Verf\u00fcgung zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Osaka ist eine gro\u00dfe und lebendige Stadt, in der es sicher viel zu sehen gibt. Die abendlichen Lichter der Einkaufsstra\u00dfen und Touristenviertel k\u00f6nnen jedoch f\u00fcr \u00fcberm\u00fcdete Deutschen vom Lande etwas anstrengend sein, weshalb wir nur kurz durch die Stra\u00dfen spazierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">N\u00e4chster Stop war Kyoto, wo wir den wundersch\u00f6nen Tempel Kyomizudera kurz vor Kassenschluss in aller Ruhe besichtigen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-301\" src=\"https:\/\/karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kyomizudera-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kyomizudera-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kyomizudera-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kyomizudera-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kyomizudera.jpg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das beste an dem Tag war jedoch, dass wir danach in einer kleine Eckkneipe landeten. Au\u00dfer den netten Gesellen, die dort zum Inventar geh\u00f6rten, waren nur wir vier dort. Nach kurzer Zeit, als deutlich wurde, dass ich Japanisch konnte, begannen eben jene herzlichen Gesellen, uns mit Sake zu versorgen. Dies f\u00fchrte unweigerlich zur Steigerung der guten Laune und dazu, dass wir uns nicht mehr so ganz in der Lage sahen, den Weg zum Hostel zu Fu\u00df zur\u00fcckzulegen, sondern uns von einem dieser wei\u00df-behandschuhten Taxifahrer jenseits der 60 nach Hause bringen lie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neben dem erw\u00e4hnten Kyomizudera ist auch der Bambuswald etwas au\u00dferhalb der Stadt einen Besuch wert. Wir waren besonders clever und haben uns vor Ort R\u00e4der geliehen. Eine ganze Weile radelten wir durch die Ortschaft und den Wald, als pl\u00f6tzlich mein Bruder hellauf begeistert irgendetwas rief und in die Pedale trat. \u201eAffen! Da steht, dass es oben auf dem Berg Affen gibt!\u201c Seine Begeisterung f\u00fcr Affen konnte ich noch nie so ganz teilen, aber was tut man nicht alles, damit G\u00e4ste zufrieden sind? Es blieb uns nichts anderes \u00fcbrig, als ihm folgend diesen Berg in der Sommerhitze zu erklimmen. Tats\u00e4chlich. Oben war eine ganze Affenhorde, die sich nicht weiter von den Menschen und Aufsichtspersonen st\u00f6ren lie\u00df. W\u00e4hrend mein Bruder begeistert Affen fotografierte, hielten meine Mutter und ich lieber etwas Abstand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein weiterer Umstand, den man sehr zu sch\u00e4tzen lernt, wenn man in Japan unterwegs ist, sind die Kombinis. An jeder Ecke, rund um die Uhr ge\u00f6ffnet, erm\u00f6glichen sie abenteuerlichen Ausl\u00e4ndern, die nach einem langen Tag noch immer nicht genug haben, sich entsprechend mit (alkoholischen) Getr\u00e4nken einzudecken und am n\u00e4chsten Tag daf\u00fcr die Konsequenzen zu tragen. *hust*<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Von Kanazawa auf zum Roadtrip<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-305\" src=\"https:\/\/karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_0605-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_0605-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_0605-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_0605-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nachdem wir die Gro\u00dfst\u00e4dte Osaka und Kyoto gesehen hatten, nahmen wir den Expresszug Richtung Kanazawa, der Stadt, wo ich als Austauschstudentin verortet war. Ab hier begann der eher ungeplante Teil der Reise. In Osaka, Kyoto und Kanazwa hatten wir stets vorher Unterk\u00fcnfte reserviert und die Sightseeingpunkte geplant. Doch nun wollten wir uns selbstst\u00e4ndig mit unserem gemieteten Subaru aufmachen, die l\u00e4ndlicheren Regionen in nord\u00f6stlicher Richtung zu erkunden. In Japan Autofahren funktioniert eigentlich ganz gut. Die Stra\u00dfen sind in sehr gutem Zustand und Tankstellen sind auch gen\u00fcgend vorhanden. Nur nicht vergessen darf man, dass in Japan Linksverkehr herrscht und es eine Weile dauern kann, bis man sich daran gew\u00f6hnt. F\u00fcr die Nutzung der Autobahn m\u00fcssen Geb\u00fchren bezahlt werden. Um Autofahren zu d\u00fcrfen, ben\u00f6tigt man eine Anerkennung des ausl\u00e4ndischen F\u00fchrerscheins. Gegen Vorlage verschiedener Papiere und einer Bearbeitungsgeb\u00fchr war es f\u00fcr mich kein Problem, im Vorfeld unsere F\u00fchrerscheine von der Stadt Kanazawa anerkennen zu lassen. Dem Abenteuer Nordosten stand nichts mehr im Weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Matsumoto und Kamikochi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Reise mit dem Auto war oftmals ein richtiger Roadtrip. Wir hatten die Freiheit, spontan Ziele zu \u00e4ndern, zu stoppen oder umzukehren. Au\u00dferdem konnte ich so immer mit dem Handy rumtelefonieren und versuchen, uns eine Unterkunft f\u00fcr die Nacht zu besorgen. Denn wir wussten ja nie so genau, wo wir landen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So haben wir unterwegs beispielsweise einen verborgenen Wasserfall gefunden und mein Bruder und mein Vater lie\u00dfen es sich nicht nehmen, in das eiskalte Wasser zu springen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es war auf jeden Fall eine gro\u00dfartige Idee gewesen, nach den hektischen Gro\u00dfst\u00e4dten aufs Land mit dem Auto zu fahren. Nicht nur waren wir unabh\u00e4ngiger, sondern auch entspannter als vorher.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Highlight dieses Reiseabschnitts war die Stadt Matsumoto in der Pr\u00e4fektur Nagano. Im Gegensatz zum s\u00fcdlichen Teil Honshus war es hier auch im Sommer angenehm frisch und weniger dr\u00fcckend. Die Stadt Matsumoto besitzt eine beeindruckende und sehr interessante Burg, die \u2013 da muss ich meinem Bruder Recht geben \u2013 eigentlich noch viel cooler ist, als das hochgelobte Schloss von Osaka. Denn diese Burg in Matsumoto war voll und ganz auf Verteidigung ausgerichtet und behergte sogar ein geheimes von au\u00dfen nicht zu sehendes Zwischenstockwerk. Hier konnten die Samurai ihre Feinde unerkannt ins Visier nehmen und mit Pfeilen beschie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-303\" src=\"https:\/\/karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kamikochi-2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kamikochi-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kamikochi-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kamikochi-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Kamikochi-2.jpg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Absolut empfehlenswert ist auch ein Besuch in Kamikochi. Dies ist eine Reiseregion am Rand der japanischen Alpen, die viele Leute zum Wandern und Campen einl\u00e4dt. Dort gibt es glasklare B\u00e4che und beeindruckendes Bergpanorama. Die Luft ist wunderbar frisch und in dieser wundersch\u00f6nen Natur l\u00e4sst es sich gut aushalten. Schon beim Erz\u00e4hlen packt mich wieder das Fernweh. Am besten versucht man, hier nicht w\u00e4hrend der Hauptsaison hinzufahren, da die \u00fcbrigen Touristen doch etwas st\u00f6rend sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>End of Roadtrip<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-306\" src=\"https:\/\/karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_5041-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_5041-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_5041-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.karinahermes.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_5041-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Von Nagano aus machten wir uns wieder auf den R\u00fcckweg gen Westen Richtung Kanazawa. Ein Tag am japanischen Meer markierte den Endpunkt unserer langen und aufregenden Reise. Grade wollten wir das Auto beim Autoverleih abliefern, da h\u00e4tten wir doch glatt noch einen Strafzettel f\u00fcr das \u00dcbersehen eines Stopschilds kassiert. Dies konnte gl\u00fccklicherweise durch meine gewandte Rethorik und \u00fcberschw\u00e4ngliche Entschuldigung beim Polizisten verhindert werden &#8211; naja, vielleicht hatte der gute Mann auch einfach keine Lust, sich mit vier Deutschen rumzuschlagen. Wer wei\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Danach trennten sich unsere Wege. Ich setzte meine Eltern und meinen Bruder in den Zug nach Osaka, von wo aus sie am n\u00e4chsten Tag nach Hause fliegen w\u00fcrden. Einerseits froh, dass alles gut geklappt hatte, andererseits wehm\u00fctig, dass die Reise zu Ende war, machte ich mit auf den Heimweg, zur\u00fcck in mein kleines Studentenwohnheimzimmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Japan ist wundersch\u00f6n und sehr vielseitig. Um m\u00f6glichst viel von Japan zu sehen und zu erfahren, kann ich nur empfehlen, sich auch au\u00dferhalb der gro\u00dfen St\u00e4dte aufs Land zu wagen. Sicher kann man dies auch ohne Auto gut mit der Bahn, Bussen oder vielleicht mit dem Rad. Au\u00dferdem bin ich \u00fcberzeugt, dass weniger oft mehr ist und man sich die Zeit nehmen sollte, auch mal einen halben oder einen ganzen Tag l\u00e4nger an einem Ort zu verweilen. Was in Erinnerung bleibt, sind oft weniger die \u201etypischen\u201c Touristenspots, sondern eher die versteckteren Sch\u00e4tze, wie eben jener Wasserfall, die man gemeinsam entdeckt hat. Oder aber die Begegnung mit offenen Menschen, die deine Familie und dich auf ein Glas Sake einladen. Oder aber auch der grummelige Polizist, der euch nach einem strengen Blick und mahnenden Worten doch noch dieses eine mal davonkommen l\u00e4sst. Oder auch die geschw\u00e4tzige Hotelbesitzerin mit dem gutm\u00fctigen Gesicht, die einfach nicht mehr aufh\u00f6ren kann, dich und deine Familie auszufragen. Oder der dicke Japaner nebenan im Zimmer, unter dessen wankendem Gang das Holz der traditionellen Herberge knarzt&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Planung Als meine Eltern mir vom anderen Ende der Welt aus erz\u00e4hlten, sie und mein Bruder w\u00fcrden mich gerne in Japan besuchen kommen, wusste ich kurz nicht, ob ich mich einfach freuen oder aber den pl\u00f6tzlich losgehenden Alarmglocken irgendwo in meinem Unterbewusstsein Beachtung schenken sollte. 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